Erste Sichtung im Hafen Wismar
Der Buckelwal taucht im Hafen von Wismar auf, verfängt sich in einem Netz und wird von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr befreit. Verlässt den Hafen abends.
Chronik
Eine sachliche Übersicht aller bisherigen Stationen — von der ersten Sichtung in der Wismarer Bucht bis zur aktuellen Lage in der Kuhle am Ende der Kirchsee.
Der Buckelwal taucht im Hafen von Wismar auf, verfängt sich in einem Netz und wird von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr befreit. Verlässt den Hafen abends.
Vor Steinbeck (Klütz) verfängt sich das Tier in einem weiteren Netz, befreit sich während des Einsatzes selbst und schwimmt scheinbar gesund aufs offene Meer.
Strandung vor Timmendorfer Strand. ITAW Büsum, Helfer und Behörden beginnen größere Rettungsmaßnahmen.
Eine ca. 50 m lange, 1,20 m tiefe Rinne wird gegraben. Koordination u. a. durch Meeresbiologe Robert Marc Lehmann. Wal bewegt sich abends Richtung Wasser.
Über die ausgehobene Rinne kommt der Wal frei und verschwindet zunächst aus dem Sichtfeld der Suchteams.
Nach erneuter Strandung vor der Insel Walfisch zieht sich der Wal in die Kirchsee zurück. Hautzustand verschlechtert sich, das Tier wirkt geschwächt.
Umweltministerium MV und Experten (u. a. Burkard Baschek, Meeresmuseum Stralsund) gehen von einem baldigen Tod aus. Keine staatlichen Bergungsmaßnahmen mehr.
DMM und ITAW veröffentlichen ein Gutachten: verminderte Eigenbewegung, schlechter Hautzustand, sehr geringe Erfolgsaussichten — Lebendbergung wird nicht empfohlen.
Eine private Initiative um Jens Schulz, finanziert von Walter Gunz und Karin Walter-Mommert, erhält Genehmigung für einen weiteren Rettungsversuch.
Der Wal schwimmt rund 5 km, strandet jedoch erneut in der Kirchsee und legt sich rund 150 m vom Fahrwasser entfernt ab.
Die private Initiative gräbt eine 110 m lange Rinne von der Liegekuhle zum Fahrwasser; 40 m sind fertig. Ziel: schwimmfähiger Transportträger Richtung Atlantik.